In einer Welt voller Herausforderungen und Veränderungen spielt das Konzept der Selbstwirksamkeit eine entscheidende Rolle für unser Wohlbefinden und unsere persönliche Entwicklung. Es beschreibt das Vertrauen in die eigene Fähigkeit, schwierige Aufgaben erfolgreich zu bewältigen und persönliche Ziele zu erreichen. In diesem Artikel erfährst du, was allgemeine Selbstwirksamkeit ist und wie du sie gezielt stärken kannst, um deine Ziele zu erreichen.
Das schaffe ich! – Der Glaube an dich selbst
Der Glaube an sich selbst ist der Grundstein für Selbstwirksamkeit. Wenn du überzeugt bist, dass du fähig bist, eine Aufgabe zu meistern oder ein Ziel zu erreichen, bist du eher bereit, größere Herausforderungen anzunehmen und dich aktiv dafür einzusetzen. Diese innere Überzeugung hilft dir, Hindernisse zu überwinden und Rückschläge als Teil des Lernprozesses zu akzeptieren.
Selbstwirksamkeit beeinflusst nicht nur dein Handeln, sondern auch dein emotionales Wohlbefinden. Mit einem ausgeprägten Gefühl der eigenen Handlungsfähigkeit, also das Gefühl einer hohen Selbstwirksamkeit, gehst du mit Stress besser um und bist weniger anfällig für Angst und Depressionen. Du fühlst dich motivierter und bist bereit, neue Wege auszuprobieren, um deine Ziele zu erreichen.
Das Konzept der Selbstwirksamkeit – Wer hat’s erfunden?
Albert Bandura, ein renommierter Psychologe, prägte den Begriff der Selbstwirksamkeit in den 1970er Jahren und stellte fest, dass dieser Glaube an die eigene Wirksamkeit einen tiefgreifenden Einfluss auf das Verhalten und die Entscheidungen der Menschen ausübt. Laut Bandura sind die Überzeugungen über die eigene Leistungsfähigkeit entscheidend dafür, wie Menschen bestimmte Aufgaben angehen, mit Herausforderungen umgehen und auf Rückschläge reagieren.
“Selbstwirksamkeit ist der Glaube an die eigenen Fähigkeiten, bestimmte Handlungen erfolgreich ausführen zu können.”
– Albert Bandura
Und was bedeutet es für dich?
Ein Mensch mit hoher Selbstwirksamkeit glaubt fest an seine Fähigkeiten, Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Er oder sie setzt sich herausfordernde Ziele und verfolgt diese mit Entschlossenheit und Ausdauer. Rückschläge betrachtet er als Lernchancen und motiviert ihn, weiterzumachen. Diese Person ist oft selbstbewusst, agiert proaktiv und zeigt eine positive Einstellung gegenüber neuen Herausforderungen. Sie sucht aktiv nach Möglichkeiten, ihre Kompetenzen zu erweitern und investiert Zeit in ihre persönliche Entwicklung.
Im Gegensatz dazu hat ein Mensch mit geringer Selbstwirksamkeit oft Zweifel an seinen Fähigkeiten und vermeidet es, sich anspruchsvollen Aufgaben zu stellen. Rückschläge führen bei ihm zu Frustration und dem Gefühl, dass er die Kontrolle über eine Situation verloren hat. Diese Person neigt dazu, sich selbst zu unterschätzen und hat Schwierigkeiten, ihre eigenen Stärken zu erkennen. Sie zeigt oft eine passive Haltung und ist weniger bereit, ihre Komfortzone zu verlassen.
Während der eine in der Lage ist, an seinen Träumen festzuhalten, gibt der andere möglicherweise schnell auf, wenn er auf Hindernisse stößt. Der Unterschied zeigt sich auch in der Art und Weise, wie sie mit Stress umgehen: Der selbstwirksame Mensch bleibt resilient, während der andere leichter entmutigt wird.
Fördern der eigenen Selbstwirksamkeit
Die Stärkung der Selbstwirksamkeit erfordert eine bewusste Auseinandersetzung mit den eigenen Fähigkeiten und Grenzen. Du fragst dich wie das geht?
1. Setze dir erreichbare Ziele
Eine der effektivsten Methoden, um Selbstwirksamkeit zu stärken, ist das Setzen und Erreichen kleiner, realistischer Ziele. Indem du diese kleinen Erfolge feierst und positive Erfahrungen machst, baust du dein Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten stückweise auf. Erfolgserlebnisse erzeugen positive Emotionen und motivieren dazu, anspruchsvolle Ziele in Angriff zu nehmen.
2. Reflektiere über Erfolge
Nimm dir regelmäßig Zeit, um über deine positiven Erfahrungen und bisherigen Erfolge nachzudenken. Führe ein Erfolgstagebuch, in dem du aufschreibst, was du erreicht hast und welche Fähigkeiten dir dabei geholfen haben. Das hilft dir, dein Selbstbewusstsein zu stärken und dein Vertrauen in deine Fähigkeit, auch in Zukunft erfolgreich zu sein, zu festigen.
3. Umgebe dich mit positiven Einflüssen
Das soziale Umfeld spielt eine wesentliche Rolle in der Entwicklung deiner Selbstwirksamkeit. Umgebe dich mit Menschen, die dich unterstützen, ermutigen und inspirieren. Positive Beziehungen schaffen ein Gefühl der Sicherheit, dass es dir ermöglicht, Risiken einzugehen und deine Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Suche nach Mentoren, Freunden oder Gruppen, die ähnliche Ziele verfolgen. Ihre Ermutigung und Unterstützung durch andere helfen dir, Hindernisse und schwierige Situationen leichter zu überwinden und dein Selbstvertrauen zu stärken.
Hindernisse überwinden: Resilienz und Misserfolg
Misserfolge und Rückschläge sind ein unvermeidlicher Teil des Lebens. Statt dich von diesen Erfahrungen entmutigen zu lassen, solltest du dir überlegen, was du aus einem Rückschlag lernen kannst. So baust du neben hoher Selbstwirksamkeit auch deine Resilienz auf.
Resilienz beschreibt die Fähigkeit, sich von herausfordernden Situationen zu erholen und weiterhin angestrebte Ziele zu verfolgen. Hier sind einige Strategien, um Hindernisse zu überwinden und deine Resilienz zu fördern:
- Akzeptanz des Misserfolgs: Erkenne den Misserfolg als Teil des Lernprozesses an und akzeptiere, dass Rückschläge unvermeidlich sind.
- Analyse der Situation: Überlege, was genau schiefgelaufen ist. Identifiziere bestimmte Faktoren oder Entscheidungen, die zum Misserfolg geführt haben.
- Emotionale Verarbeitung: Nimm dir Zeit, um die eigenen Gefühle zu diesem Rückschlag zu reflektieren. Erlaube dir, Enttäuschung oder Frustration zu empfinden, ohne diese Gefühle das Gesamtbild bestimmen zu lassen. Embodiment ist dafür eine starke Methode. Ließ dazu mehr in meinem Beitrag Warum Embodiment der Schlüssel zur emotionalen Transformation ist.
- Lernen aus der Erfahrung: Überlege, welche Lehren du aus dem Misserfolg ziehen kannst. Was hättest du anders machen können? Wie kannst du das Wissen in zukünftige Situationen einbringen?
- Positive Perspektive: Versuche, den Misserfolg als Chance zur persönlichen Weiterentwicklung und zum Wachstum zu sehen. Denke an vergangene Erfolge und wie sie durch Misserfolge gefestigt wurden.
- Einbeziehung von Unterstützung: Teile deine Erfahrungen und Erkenntnisse mit vertrauten Personen, um unterschiedliche Perspektiven zu gewinnen und Unterstützung zu erhalten. Sie können wertvolle Einsichten bieten und helfen, den Misserfolg in ein positives Licht zu rücken.
Hohe Selbstwirksamkeit in Aktion – Feier deine Selbstwirksamkeit!
Du siehst, Resilienz und Selbstwirksamkeit sind eng miteinander verknüpft, da beide Konzepte die Fähigkeit fördern, mit Herausforderungen und Rückschlägen umzugehen. Wenn wir resilient sind, können wir besser mit Misserfolgen umgehen und diese als Lernmöglichkeiten betrachten, was unsere Selbstwirksamkeit stärkt. Fehler werden nicht als endgültige Niederlagen wahrgenommen, sondern als wertvolle Erfahrungen, die uns helfen, unsere Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Selbstwirksame Menschen sind überzeugt, dass sie die nötigen Ressourcen besitzen, um Herausforderungen zu bewältigen, was ihre Resilienz weiter festigt und sie direkt mit positiven Erwartungen an schwierige Situationen herangehen.
Diese Überzeugung und positive Erwartung gibt ihnen die Kraft, nach Rückschlägen wieder aufzustehen und es erneut zu versuchen. Resilienz fördert eine positive Einstellung, die es ermöglicht, auch in schwierigen Zeiten optimistisch zu bleiben. Ein starkes Gefühl der Selbstwirksamkeit trägt dazu bei, dass wir uns nicht von Misserfolgen entmutigen lassen. Indem wir unsere Fehler annehmen und aus ihnen lernen, erhöhen wir unser Selbstvertrauen und unsere Fähigkeit, zukünftige Herausforderungen zu meistern. Diese Wechselwirkung zwischen Resilienz und hohe Selbstwirksamkeit schafft eine dynamische Grundlage für persönliches Wachstum und privaten oder beruflichen Erfolg. Letztlich zeigt sich, dass das Vertrauen in die eigene Fähigkeit, mit konkreten Herausforderungen umzugehen, entscheidend ist, um gestärkt aus schwierigen Situationen hervorzugehen.
Ein ganz privater Einblick
Es können die entferntesten Dinge sein, mit denen du deine Selbstwirksamkeit steigern kannst. Ein Moment, indem mir das so richtig bewusst wurde, war als ich in meinen Flur und meiner Küche Laminat verlegte.
Obwohl ich vorher noch nie mit so einem Vorhaben konfrontiert war, dachte ich mir: „Was kann schon schiefgehen?“ Mit einer Portion Mut und Entschlossenheit machte ich mich ans Werk.
Zwei Tage lang widmete ich mich dem Verlegen in zwei kleinen Räumen und war erstaunt über meine eigenen Fortschritte. Am Ende fühlte ich mich unglaublich stolz auf das, was ich erreicht hatte, auch wenn die Fußleisten noch fehlen. Die heute fast ein halbes Jahr später leider immer noch nicht dran sind.
Es war ein echter Aha-Moment für mich, denn ich erkannte, dass ich fähig bin, solche Herausforderungen allein zu meistern. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass ich ohne die Hilfe eines Mannes auch größere Renovierungsprojekte schaffen kann. Es ist einfach fantastisch, dass ich das Laminat eigenständig verlegt habe und dadurch an Selbstvertrauen gewonnen habe!
Fazit – Deine Reise zur Stärkung der Selbstwirksamkeit
Hohe Selbstwirksamkeit ist ein zentraler Aspekt für persönliches Wachstum und die Bewältigung von Herausforderungen. Es ist der Glaube an die eigene Fähigkeit, Einfluss auf das eigene Leben und die Umgebung zu nehmen. Indem du die genannten Strategien anwendest, kannst du diese positive Überzeugung in dir fördern und stärken.
Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um deine Selbstwirksamkeit zu entwickeln! Nimm dir einen Moment, um über deine bisherigen Erfolge nachzudenken und welche Herausforderungen du erfolgreich gemeistert hast. Setze dir realistische Ziele und beginne kleine Schritte in Richtung deiner Träume zu gehen. Teile deine Reise mit anderen, suche Unterstützung, und beobachte, wie sich dein Vertrauen in deine Fähigkeiten entfaltet. Mach den ersten Schritt – du hast das Potenzial, alles zu erreichen, was du dir vorstellst.
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Hinweis: Ich bin keine Ärztin und meine Beiträge ersetzen keine medizinische Diagnose oder Behandlung. Mein Wissen basiert auf meiner Erfahrung als Coachin und Yogalehrerin. Die Inhalte auf diesem Blog dienen der Inspiration, Selbstreflexion und Anregung für ganzheitliches Wohlbefinden. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte immer zuerst an einen qualifizierten Mediziner oder Therapeuten.
Mein Angebot basiert auf körperbasiertem Coaching und unterstützt dich dabei, deine Körperwahrnehmung zu schulen, emotionale Blockaden zu erkennen und zu integrieren und dein Wohlbefinden ganzheitlich zu fördern.




